| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 14.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 14.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Eingang Märchenbrunnen, Friedenstraße/Am Friedrichshain |
| Führung |
Jutta Hoffmann/Annegret Sager
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Ludwig Hoffmann sah auf seinen Italienreisen die imposanten barocken Wasserspiele
der Fürstenpaläste des 16./17. Jahrhunderts in und um Rom. Kaiser Wilhelm II.
hat durch seine exzentrischen Eingriffe in die Stadtgestaltung dazu beigetragen,
dass Hoffmann 1913 ein Stück Italien im Volkspark Friedrichshain neu erfand.
Im Gewande der "guten deutschen" Märchenwelt, die mit fremden Sagen konfrontiert
wird, wurde eine Brunnenanlage geschaffen, die es in Berlin nicht noch einmal gibt.
Aber hinter der Ästhetik dieses Denkmals lauert sein politischer Sinn.
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| Verkehrsanbindung |
M 4 (Königstor), M 5, M 6, M 8 (Otto-Braun-Straße) Bus 200 |
| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
ja |
[Seitenanfang]
| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 15.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 15.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Krossener Straße 24 Ecke Gärtnerstr. "Feuermelder" |
| Führung |
Wanja Abramowski
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Der Boxhagener Platz war in seiner einhundertsiebenjährigen Geschichte mit Markt,
kleiner Parkanlage, Spielplatz, Eisbahn und Plansche stets eng mit den Bewohnern
des Kietzes verbunden. Er stellt nicht nur ein Gartendenkmal eines Stadtplatzes
dar, dessen Entstehung mit der Baumschule Späth (1903) und später mit
Erwin Barth (1929) verbunden ist, sondern er ist Teil der Sozialgeschichte dieser
Gegend. Als Denkmal, das vom Bezirksamt und Senat lieb- und sinnlos behandelt,
aber mit viel Investitionsgeldern versehen wird, steht seine Geschichte im
Spannungsfeld mit der neuen Wirklichkeit eines Stadtviertels, das nicht nur nach
Orten der Selbstinszenierung, sondern auch nach Räumen der Besinnung sucht.
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| Verkehrsanbindung |
M 10 (Grünberger Straße), M 13 (Wühlischstraße),
Tram 21 (Wismarplatz), Bus 240 (Boxhagener Platz) |
| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
ja |
[Seitenanfang]
| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 10.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 10.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Rigaer Straße 71-73a, gegenüber Lidl-Kaufhalle |
| Führung |
Matthias Pfeiffer, Benjamin Ruda
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Der weitgehend im ursprünglichen Zustand erhaltene gründerzeitliche
Fabrik- und Wohnkomplex aus der Zeit um 1875 in der Rigaer Straße 71-73a ist
heute der einzige dieser Art in Friedrichshain. Die Tischlerei-Etagenfabrik
von Robert Seelisch entstand um 1890. Die Eckertschen Häuser aus Schlackebeton
stammen bereits aus dem Jahre 1876. Es sind die ältesten Häuser im Friedrichshainer
Nordkietz. Im alten Comptoir wurde die älteste profane Wand- und Deckenmalerei
Friedrichshains aus dem Jahr 1885 entdeckt. Dieses sozial-, industrie- und
baugeschichtlich einmalige Objekt steht nicht unter Denkmalschutz und ist vom
Abriss und Verfall bedroht. Am 24. Juni 2008 hat der Friedrichshainer
Geschichtsverein beim Landesdenkmalamt einen Denkmalsantrag gestellt. Bis heute
gibt es keine Antwort.
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| Verkehrsanbindung |
S 41, 42, 8, 85 (Frankfurter Allee),
U 5 (Samariterstraße), Tram 21 (Samariterstraße) |
| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
nein |
[Seitenanfang]
| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 13.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 13.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Eingang Friedhof der Märzgefallenen, Landsberger Allee |
| Führung |
Gregor Nick
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Der Friedhof der Märzgefallenen ist der einzige deutsche Revolutionsfriedhof.
Auf ihm sind die Toten zweier Revolutionen begraben. Mehr als 300 Berliner
starben bei den Barrikadenkämpfen am 18. März 1848 für eine deutsche Republik
mit sozialen und demokratischen Freiheiten. Ein "roter" Matrose am Eingang
des Friedhofs erinnert an die Opfer der Novemberrevolution 1918, die hier
ebenfalls ihre letzte Ruhe fanden. Als jedoch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
auf dem Friedhof begraben werden sollten, wurde dies untersagt. Seitdem spaltete
sich das Gedenken an die Toten. Vertreter der Parteien um SPD und Grüne wollen sich
nun endgültig des Friedhofs und seiner toten Revolutionäre bemächtigen und ihn zu
einem touristischen Wallfahrtsort der deutschen Nation verklären.
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| Verkehrsanbindung |
M 5, M 6, M 8 (Vivantes Klinikum im Friedrichshain)
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| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
ja |
[Seitenanfang]
| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 13.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 13.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Oberbaumbrücke Ecke Stralauer Allee |
| Führung |
Rudolf Reddig
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Die jetzige Oberbaumbrücke ist die älteste erhaltene Friedrichshainer
Brücke. In den Jahren 1892 bis 1896 von Otto Stahn an der Stelle eines Vorgängerbaus
von 1724 errichtet, symbolisiert ihr historisierender Baustil die Verkehrs-, Bau-
und Sozialgeschichte des Berlins der Jahrhundertwende um 1900. Frühzeitige
Abrisspläne, ein alter, nicht mehr existenter Hochbahnhof, ein Grenzübergang und
die zahlreichen historischen Architekturdetails ließen die Oberbaumbrücke nicht nur
ästhetisch "reifen", sondern machen sie zu einem steinernen Zeugnis der Geschichte
dieses Spreeraumes.
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| Verkehrsanbindung |
S 3, 5, 7, 75, 9 (Warschauer Straße),
U 1 (Warschauer Straße), M 10 (Warschauer Straße), Bus 347 |
| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
ja (außen) |
[Seitenanfang]
| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 15.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 15.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Strausberger Platz, Apotheke am Strausberger Platz 11 |
| Führung |
Rudolf Reddig
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Für den Bau des längsten Denkmals Europas waren drei Voraussetzungen
erforderlich. Erstens der Bombenangriff am 3. Februar 1945 und die Bodenkämpfe
vom 23. April bis 2. Mai 1945, verursacht durch den verbrecherischen deutschen
Endsiegglauben. Sie zerstörten die historische Magistrale Friedrichshains, die
Große Frankfurter Straße. Zum anderen die Vorgaben einer politischen Machtdemonstration
und schließlich der Wille und die Identifikation vieler Menschen, in Friedrichshain
das sozialpolitische Vorbild eines grundsätzlichen gesellschaftlichen Neuanfangs in
Deutschland zu schaffen. Im deutschen Westen wegen ihrer politisch bedingten Ästhetik
lange Zeit umstritten, war die Stalinallee ein Prestigebau der frühen DDR mit allem
Für und Wider. Sie schuf hinter einer Prunkarchitektur spektakulär günstigen Wohnraum
hinsichtlich der Mieten, des Komforts und der Wohnlage. Aber sie zerschnitt auch
schmerzhaft den Stadtraum Friedrichshains, teilte den Arbeiterbezirk in die
sozialistische Fassade und dessen wirkliches Hinterland.
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| Verkehrsanbindung |
U 5 (Strausberger Platz),
Bus 142, M 5, M 6, M 8 (Platz d. Vereinten Nationen) |
| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
ja (außen) |
[Seitenanfang]
| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 10.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 10.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Speichergebäude, Palmkernzeile |
| Führung |
Kurt Laser
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Um 1900 rauchten auf der Halbinsel Stralau die Schlote zahlreicher Industrieunternehmen.
Der traditionelle alljährliche Stralauer Fischzug am 24. August wurde zwar aus nostalgischen
und kommerziellen Gründen mühsam am Leben erhalten, an den übrigen Tagen des Jahres
bestimmte jedoch die Arbeit diese Gegend. Aus dieser versunkenen Arbeitswelt der
Palmkernölfabrik von Rengert, des Flaschenwerkes von Neuman, der Engelhardt-Brauerei
und der Teppichfabrik M. Protzen haben sich nur wenige Bauten in das 21. Jahrhundert gerettet.
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| Verkehrsanbindung |
S 41, 42, 8, 85, 9 (Ostkreuz), Bus 104, 347 |
| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
ja (außen) |
[Seitenanfang]
| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 11.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 11.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Palisadenstraße Ecke Friedenstraße |
| Führung |
Uwe Feilbach
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Berlin ist die atheistischste Stadt in Deutschland. Jene Freiheit des Geistes musste jedoch gegen den Widerstand der christlichen Kirchen und ihre nach dem Fall der Monarchie fortbestehende Autorität in jahrzehntelangem Kampf erst errungen werden. Jugendweihe, Freidenkertum, Freikörperkultur, weltliche Schulen und Urnenbestattungen sind nicht nostalgische Produkte der DDR, wie dümmliche Propaganda heute vielfach behauptet, sondern umgekehrt, die DDR war auch ein Ergebnis der antireligiösen Bewegung für eine soziale, kulturelle und weltanschauliche Befreiung. In Friedrichshain hatte die Freidenkerbewegung, in der überwiegend Parteilose, Sozialdemokraten, Kommunisten und Anarchisten wirkten, Mitte der 1920er Jahre ein Haus erworben und dieses als deutschlandweite Zentrale eingerichtet. Mit den Sympathien und Groschen der Arbeiter wurde das „Freidenkerhaus“ bis 1933 zum Symbol einer geistigen Alternative zur Gottesherrschaft. Noch heute erinnern interessante architektonische Details an das Freidenkerhaus. Vom Landesdenkmalamt, das sich vor allem um die Kirchen kümmert, wird es völlig ignoriert.
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| Verkehrsanbindung |
U 5 (Weberwiese),
M 5, M 6, M 8 (Platz d. Vereinten Nationen) |
| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
nein |
[Seitenanfang]
| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 17.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 17.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Holteistraße/Helenenhof |
| Führung |
Jenny Meyer
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Der im Jahr 1900 auf Initiative höchster preußischer Staatskreise
gegründete Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin ließ in den Jahren 1904/1905 die
Hausgruppe Boxhagen I und in den Jahren 1905/1906 die Hausgruppe Boxhagen II
errichten. Die Privatstraße zwischen beiden Baublöcken gab dieser Beamtensiedlung
mit fast 450 Wohnungen ihren Namen: Helenenhof. Seit 1980 steht der Wohnkomplex
unter Denkmalschutz. Ebenso wie die 1912 erbaute bürgerliche Wohnstraße Knorrpromenade
weichen seine Bauten in den Fassaden, den Grundrissen, der Ausstattung und dem
Wohnumfeld von der sie umgebenden Mietshausarchitektur der Arbeitergegend erheblich
ab. Aber auch die Menschen, die hier wohnten, lebten und arbeiteten, dachten und
handelten anders, als die Bewohner der Mietskasernen.
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| Verkehrsanbindung |
S 3, 5, 7, 8, 9, 41, 42, 75, 85 (Ostkreuz),
M 13 (Holteistraße), Bus 240 (Wühlischplatz) |
| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
nein |
[Seitenanfang]
| Beginn |
Sonnabend, 17. September 2011, 15.00 Uhr
Sonntag, 18. September 2011, 15.00 Uhr |
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| Treffpunkt |
Friedenstraße / Pufendorfstraße |
| Führung |
Matthias Pfeiffer
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Weitgehend von der Öffentlichkeit unbeachtet verbirgt sich hinter der neuen Mälzerei
in der Friedenstraße 91 eines der interessantesten, hinfälligsten und dunkelsten,
weil unterirdischen, Friedrichshainer Denkmalobjekte. Die ersten Bauten dieses
undurchsichtig-verfallenen Industriekomplexes gehen auf das Jahr 1868 zurück.
Mit dem Böhmischen Brauhaus von Armand Knoblauch entstand im letzten Drittel des
19. Jahrhunderts eine der modernsten und umsatzstärksten Berliner Brauereien.
Damals wurden in den ansteigenden Hochflächen am nordöstlichen und südwestlichen
Rand von Berlin tiefe Bierkeller angelegt. Anhand alter Pläne und Fotos können
diese unbekannten Bauten sowie deren Lage in einer Außenführung sichtbar werden.
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| Verkehrsanbindung |
Bus 240 (Platz der Vereinten Nationen),
M 5, M 6, M 8 (Vivantes Klinikum im Friedrichshain)
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| Für Rollstuhlfahrer geeignet |
ja, aber eine große Treppe mit 68 Stufen |
| Kinderprogramm |
nein |
| Sonst zugänglich? |
nein (nur außen) |
[Seitenanfang]
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