Friedrichshainer Geschichtsverein Hans Kohlhase e. V.

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Tag des offenen Denkmals 8./9. September 2018 in Friedrichshain

Mit Stadtführungen und Besichtigungen soll an die sozialhistorischen Wurzeln dieses Stadtteils der einfachen Leute erinnert werden. Es werden offizielle Denkmäler, historisch erhaltenswerte Bauten, in den letzten Jahren abgerissene oder von der Vernichtung bedrohte Denkmäler Friedrichshains vorgestellt.
Die Führungen sind ein unabhängiges Forum, unabhängig von staatlichem Dirigismus und kommerziellen oder Werbeinteressen von Investoren, Religionsgemeinschaften, Parteien und Profitunternehmen.

Die Veranstaltungen des Tages des offenen Denkmals 2018 sind kostenfrei.
Ansprechpartner:
Anmeldungen
  Wanja Abramowski
Fon: 0171-2168606, 030-420 87 381
Fax: 030-420 87 381
E-Mail: Hans.Kohlhase@gmx.de
 
Der Friedrichshainer Geschichtsverein beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals am 8. und 9. September 2018 mit folgenden Führungen:

Die Märchen vom Denkmalsschutz am Märchenbrunnen
Helenenhof und Knorrpromenade – bürgerliches Wohnen im Arbeiterquartier
Boxhagener Platz – Geschichte, Denkmal, Durchlauferhitzer

Die Märchen vom Denkmalsschutz am Märchenbrunnen

Beginn     Samstag, 8. September 2018, 14.00 Uhr
Sonntag, 9. September 2018, 10.00 Uhr
 
Treffpunkt     Eingang Märchenbrunnen, Friedenstraße/Am Friedrichshain
Führung     Anneliese Abramowski
Der im Jahr 1913 eingeweihte Märchenbrunnen von Ludwig Hoffmann wird vor allem von den Skulpturen der Bildhauer Ignaz Taschner, Joseph Rauch und Georg Wrba geprägt. Vorbild der Anlage waren die barocken Wasserspiele der Fürstenpaläste des 16./17. Jahrhunderts in und um Rom. Deren Pracht komponierte Hoffmann in einer Inszenierung aus Architektur, Natur, Licht und Wasser völlig neu. Ein Konzept, das bis heute nicht erkannt und längst nicht wiederhergestellt ist.
Nur ein Beispiel für die nicht denkmalgerechte Wiederherstellung des Märchenbrunnens im Jahr 2007 sind die fehlenden Postamente am Ende des Buchenheckenweges zum Hauptbrunnen. An dieser Stelle standen 1913 bei der Eröffnung des Märchenbrunnens zwei Postamente (siehe historisches Foto), die vom Landesdenkmalamt bei der Sanierung vergessen wurden, ebenso wie an den Nebeneingängen. Stattdessen stehen seit 2007 am Ende des Buchenheckenweges zwei unhistorische moderne Lampen, die von Ludwig Hoffmann im Jahr 1913 an dieser Stelle nicht aufgestellt wurden und einen ästhetischen und konzeptionellen Bruch zur Hoffmannschen Brunnenanlage darstellen.
Verkehrsanbindung: M 4 (Königstor), M 5, M 6, M 8 (Otto-Braun-Straße) Bus 200
Für Rollstuhlfahrer geeignet: ja
Kinderprogramm: nein
Sonst zugänglich? ja

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Helenenhof und Knorrpromenade - bürgerliches Wohnen im Arbeiterquartier

Beginn     Sonntag, 9. September 2018, 11.00 Uhr  
Treffpunkt     Holteistraße/Helenenhof
Führung     Jenny Meyer
Dem von Erich Köhn in den Jahren 1904 bis 1906 erbauten "Helenenhof" lag nicht nur eine moderne Bauidee weiträumiger Höfe, hohe Standards der 450 Wohnungen und ein genossenschaftliches Projekt des Beamten-Wohnungs-Vereins zu Berlin zu Grunde. Sein lobbyistischer Charme verdeckte nur die politische Macht des preußischen Staates. Die 1912 erbaute bürgerliche Knorrpromenade versuchte dieses Konzept zu kopieren. 1933 waren beide gehobenen Wohnprojekte Hochburgen der NSDAP. Ein Zufall?
Verkehrsanbindung: S 3, 5, 7, 8, 9, 41, 42, 75, 85 (Ostkreuz),
M 13 (Holteistraße), Bus 240 (Wühlischplatz)
Für Rollstuhlfahrer geeignet: ja
Kinderprogramm: nein
Sonst zugänglich? nein

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Boxhagener Platz – Geschichte, Denkmal, Durchlauferhitzer

Beginn     Samstag, 8. September 2018, 14.00 Uhr  
Treffpunkt     Krossener Straße 24 Ecke Gärtnerstraße „Feuermelder“
Führung     Uwe Feilbach
Der Boxhagener Platz war in seiner einhundertfünfzehnjährigen Geschichte mit Markt, kleiner Parkanlage, Spielplatz, Eisbahn und Plansche stets eng mit den Bewohnern des Kiezes verbunden. Er stellt nicht nur ein Gartendenkmal eines Stadtplatzes dar, dessen Entstehung mit der Baumschule Späth (1903) und später mit Erwin Barth (1929) verbunden ist, sondern er ist Teil der Sozialgeschichte dieser Gegend. Vom Bezirksamt und Senat lieb- und sinnlos behandelt, wurde er seit 1990 zur Bühne eines inszenierten Stadtviertels.
Verkehrsanbindung: M 10 (Grünberger Straße), M 13 (Gärtnerstraße)
Tram 21 (Wismarplatz), Bus 240 (Boxhagener Platz)
Für Rollstuhlfahrer geeignet: ja
Kinderprogramm: nein
Sonst zugänglich? ja

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